Kafka. Der Weg zurück
Das Werk ist eine vielschichtige Auseinandersetzung mit dem Thema der Rückkehr, bestehend aus drei Teilen: einem jahrzehntealten Skelett auf einem ebenso alten Holzwagen, einer Performance, die in einem 12′ Video dokumentiert ist, sowie einer begleitenden, erzählenden und dokumentierenden Geschichte.
Inspiriert von Franz Kafkas Parabel „Heimkehr“ verstehe ich die Arbeit nicht als unmittelbare Rückkehr an einen bestimmten Ort, sondern als Ausdruck einer tiefen Sehnsucht nach einem solchen Ort, der entweder real oder nur in der Erinnerung existiert. In einer Welt, die von Unsicherheiten geprägt ist, bleibt die Hoffnung bestehen – leise, zerbrechlich und ohne klare Zusagen.
Darüber hinaus reflektiert das Werk das anhaltende Phänomen der weltweiten Migration: die komplexe Bewegung zwischen Verlust und Hoffnung, die Suche nach einem neuen Leben und dem Streben nach Glück. Der Weg (zurück) wird dabei als eine Richtung ohne feste Zielvorgaben dargestellt, getragen von den Elementen Erinnerung, Körper und Zeit.
